Stefan – danke – vierundfünfzig Mal dabei,
das Tenniscamp lebt, Jahr für Jahr aufs Neue frei.
Freitag, fünfzehn Uhr, am Sportplatz wird gelacht,
Thedinghausen startet los – Tennisbälle, Schläger, T-Shirts, Tennisklamotten und Badesachen mitgebracht.
Die Taschen voll mit Süßigkeiten, Musik und ganz viel Mut,
Kinder zwischen sechs und siebzehn – laut, verschieden und gut.
Mädchen, Jungen, alles bunt gemischt,
und jeder weiß genau, wie Jever nach Pfingsten und rotem Tennissand riecht.
Haus 1, Haus 2 – Legenden voller Zeit,
Generationen kennen jedes Bett, jede Kleinigkeit.
Die Bungalows mit Türen, die niemals richtig schließen,
und Geschichten, die noch Jahre später durchs Vereinsheim fließen.
Zusammen frühstücken am Morgen, zusammen essen am Abend spät,
während in den Bungalows Verpflegung für den kleinen Hunger steht.
Mal Werwölfe spielen bis tief hinein in die Nacht,
mal Vierfelderball, bis keiner mehr an Schlafen gedacht.
Samstag Training, Sonntag Training in glühender Hitze auf dem Platz,
rote Schuhe voller Sand und Schweiß nach jedem Satz.
Mal strenge Trainer, mal lockere Betreuer mit viel Spaß,
doch jeder lernte mehr als nur Vorhand und Aufschlagmaß.
Und montags dann das Doppelturnier auf roter Asche fein,
Groß und Klein zusammen, jeder wollte mittendrin sein.
Mädchen, Jungen, Trainer, Betreuer voller Ehrgeiz und Elan,
und selbst Bänderdehnungen heilten pünktlich bis zum Montag irgendwann.
Mal Fußballturnier am Abend, mal Tennis im Fernsehen schauen,
mal Wasserschlachten bei Hitze, die keinem die Laune verhauen.
Und irgendwo sitzt ein Betreuer mit Bier noch lange im Licht,
während aus irgendeinem Zimmer erneut lautes Gelächter ausbricht.
Tischtennis nachts im Flur, bis irgendwer laut schimpft,
ein Zimmerduell, bei dem keiner wirklich gewinnt.
Und dieser Abend, wenn jedes Zimmer etwas zeigt –
mal Theater, mal Tanz, mal Unsinn, der für immer bleibt.
Dann Stimmen im Dunkeln und Musik bis spät in die Nacht,
mit Gesprächen und Geschichten, bis keiner mehr an Schlafen gedacht.
Manchmal Freibad unter Himmel blau und heiß,
manchmal Regenjacke, Sturm und norddeutscher Schietwetter-Fleiß.
Doch ob Sonne oder Regen – das war eigentlich egal,
denn das Camp war immer größer als ein Wochenende einmal.
Es war Freundschaft, erstes Verliebtsein, Heimweh und Mut,
es war Kindheit mit Sand auf den Schuh’n und salziger Luft.
Und irgendwo sitzt Stefan, schaut vielleicht still zurück
auf vierundfünfzig Fahrten voller Lärm und voller Glück.
Denn manche Orte bleiben nicht einfach nur ein Fleck –
sie werden Heimatstücke im Herzen, Stück für Stück.
Danke, Stefan.
Und darauf ein dreifaches:
Schmetter – Ball – Ball!

